Das Wichtigste auf einen Blick:
- Bewerte Ideen anhand zweier Achsen: Anzahl potenzieller Kunden und erzielbarer Preis.
- Vier Quadranten zeigen die Geschäftslogik: Hobby, Massenmarkt, High End, goldene Gans.
- Du kannst Ideen verbessern, indem du Preis oder Reichweite gezielt veränderst, zum Beispiel durch Paketbildung oder neue Angebote.
- Praktischer Tipp aus der Agentur: Ein einfaches Opt in im Footer liefert schnell hunderte E-Mail Adressen für spätere Kundenansprache.
In dieser Folge stelle ich eine einfache Vier-Quadranten Tabelle vor, mit der du Geschäftsideen und Produktideen schnell einschätzen und gezielt weiterentwickeln kannst. Anhand konkreter Beispiele aus meiner Agenturarbeit erkläre ich, wie du Ideen einordnest, wie du die richtige Preisstrategie findest und wie du Reichweite oder Preis so veränderst, dass aus einer Idee ein echtes Geschäft wird.
Die Tabelle ist ein Blatt Papier mit zwei Achsen. Auf der waagerechten Achse steht die Anzahl potenzieller Kunden. Auf der senkrechten Achse steht der Preis den du pro Kunde realistisch verlangen kannst. Damit entstehen vier Quadranten, die ich so benutze, um Ideen schnell einzuordnen.
| Quadrant | Anzahl Kunden | Preisniveau | Typische Beispiele | Kernaussage |
|---|---|---|---|---|
| Hobby | wenige | niedrig | lokale Workshops mit kleinem Kundenkreis | Kein nachhaltiges Geschäftsmodell ohne Skalierung oder Preissteigerung |
| Massenmarkt | viele | niedrig | Bücher, Standardsoftware, Lebensmittel wie Kaffee | Skalierung über Reichweite ist entscheidend |
| High End | wenige | hoch | Luxusmarken, exklusive Beratungen | Hohe Marge aber begrenzte Kundenzahl |
| Goldene Gans | viele | hoch | Skalierbare Premiumprodukte und erfolgreiche Seminare | Idealer Markt weil Preis und Reichweite zusammenkommen |
Ich beschreibe kurz die praktische Bedeutung und mögliche nächste Schritte für jede Positionierung.
Wenn eine Idee aktuell in einem ungünstigen Quadranten liegt, kannst du systematisch an zwei Stellschrauben drehen. Entweder erhöhst du den erzielbaren Preis oder du vergrößerst die erreichbare Kundenzahl.
Ich nutze die Tabelle regelmäßig mit Kunden. Zwei Beispiele aus der Folge erläutern, wie das praktisch aussieht.
Für einen Onlineshop für Leuchtmittel haben wir ein simples Formular im Footer implementiert. 5% Rabatt auf die erste Bestellung als Anreiz führte in den ersten anderthalb Monaten zu knapp 400 E-Mail Adressen. Rechnet man das hoch, sind das rund 3000 Kontakte im Jahr. Solche Adressen sind direkte Kommunikationskanäle für Produktbewerbung und Tests.
Ein Kaffeeröster aus Esslingen war klar im Massenmarkt. Er verkauft hervorragenden Kaffee. Mit kleinen Anpassungen kann er aber Elemente aus dem High End Segment hinzufügen. Beispiele sind personalisierte Labels, Geschenkpakte und Rösterei Führungen. Gruppentouren und Firmenangebote vergrößern die Reichweite und können ihn unter Umständen in die Kategorie goldene Gans verschieben.
In der Agentur unterscheiden wir zwei typische Einstiegssituationen. Entweder wir arbeiten mit etablierten Shops die seit den späten 90er Jahren bestehen und modernisiert werden sollen. Oder wir arbeiten mit jungen Gründern die einen einfachen Baukastenshop benutzen und jetzt skalieren wollen. Für beide Gruppen ist die Quadrantenanalyse nützlich. Die einen brauchen oft Conversion Optimierung und E-Mail Strategien. Die anderen brauchen Struktur für Skalierung und Technik für Wachstum.
Wenn du dich an diese Schritte hältst, wirst du schneller erkennen welche Ideen echtes Geschäftspotential haben und welche zuerst verändert werden sollten.
Wenn du mehr über unsere Projekte oder die Werkzeuge wissen willst mit denen ich diese Analysen nutze, findest du Informationen über meine Agentur unter maddesign.media.
Die Vier-Quadranten-Tabelle ist ein einfaches Modell mit zwei Achsen — Anzahl potenzieller Kunden (horizontal) und erzielbarer Preis pro Kunde (vertikal). Sie hilft, Geschäftsideen schnell einzuordnen, Geschäftslogiken abzuleiten und Prioritäten für Skalierung, Preisstrategie oder Produktänderungen zu setzen.
Zeichne die Achsen (Kundenzahl vs. Preis), schätze für jede Idee realistisch die erreichbare Zielgrösse und den Preis und platziere sie im passenden Quadranten. Nutze dafür vorhandene Marktdaten, vergleichbare Produkte oder einfache Tests, um die Einschätzung zu validieren.
Hobby: wenige Kunden, niedriger Preis — meist nicht nachhaltig ohne Skalierung oder Preissteigerung. Massenmarkt: viele Kunden, niedriger Preis — Skalierung über Reichweite und effiziente Prozesse entscheidend. High End: wenige Kunden, hoher Preis — hohe Marge, Fokus auf Marke und Exklusivität. Goldene Gans: viele Kunden, hoher Preis — ideal, weil Reichweite und Preis zusammenkommen; Fokus auf Distribution und Automatisierung.
Preis hebst du durch Paketbildung, Abos, Zusatzleistungen, personalisierte Produkte, Events oder exklusive Angebote. Reichweite steigerst du mit Gruppenformaten, Firmenangeboten, Standardprodukten für breite Märkte, gezielter Distribution und einfachen Opt‑ins für E‑Mail‑Listen.
Prüfe, welche Mehrwerte höhere Preise rechtfertigen (Personalisierung, Betreuung, Bundle), berechne Customer Lifetime Value und teste Preise iterativ. Kleine Tests (z. B. Paketvarianten oder Early‑Bird‑Preise) zeigen, ob Markt und Zahlungsbereitschaft vorhanden sind.
Ein Footer‑Opt‑in liefert schnelle Kontakte für direkte Kundenansprache und Produkt‑Tests. Beispiel: 5% Rabatt im Footer brachte in 1,5 Monaten knapp 400 E‑Mails (hochgerechnet ~3.000/Jahr) — ideal für A/B‑Tests, Umfragen und frühe Conversion‑Kampagnen.
Schreibe 5–10 Ideen auf, zeichne die Tabelle und platziere jede Idee, definiere je Idee einen Hebel für Preis und Reichweite, starte schnelle Low‑Cost‑Tests (Paketangebot, Opt‑in, kleines A/B‑Test), und nutze gesammelte Kontakte für Feedback und Validierung.
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