In dieser Folge erkläre ich, warum B2B Marketing nicht mit teuren Brandkampagnen startet, sondern im Vertrieb und Kundenservice. Ich zeige, wie Du die wiederkehrenden Fragen und Einwände aus dem Sales in klare Webbotschaften übersetzt, wie Du direkte Angebotswege baust und wann Content und Marke wirklich Sinn machen.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Starte im Vertrieb und Kundenservice: identifiziere wiederkehrende Fragen, Einwände und Vergleichsprodukte und baue daraus Deine Web-Message.
- Mache die Website unmissverständlich: sag klar was Du tust, für wen und welchen wirtschaftlichen Nutzen Du lieferst.
- Verkürze die Anfragewege: direkte Angebote und kurze Funnels konvertieren besser als lange Leadmagnet-Strecken.
- Kombiniere Ads und SEO je nach Nachfrage und Budget; Content dient primär dazu, Vertrieb zu unterstützen.
- Positionierung muss stimmig sein: wähle Qualität, Geschwindigkeit oder Preis und kommuniziere das konsequent.
In knapp zwei Sätzen: B2B Marketing beginnt bei den Leuten, die verkaufen und Service leisten. Baue aus ihren Erkenntnissen klare, kurze Entscheidungswege auf Deiner Website und kombiniere kurzfristige Nachfragegenerierung mit langfristiger Sichtbarkeit.
Ich rate Dir, zuerst im Vertrieb und im Kundenservice zu recherchieren. Dort liegen die Antworten auf die zentralen Fragen: Was löst eine Bestellung aus? Welche Einwände tauchen immer wieder auf? Mit welchen anderen Angeboten vergleichen Kunden uns? Diese Informationen sagen Dir, was Deine Website sofort kommunizieren muss, damit Anfragen qualitativ besser und Abschlusswahrscheinlichkeiten höher werden.
Ich beschreibe das Bild mit zwei Tassen: Marketing und Sales. Viele B2B-Firmen füllen hauptsächlich die Sales-Tasse. Die erfolgreichsten Kunden von uns verteilen den Inhalt beider Tassen gleichmäßig. Das Ergebnis: Kunden fragen aktiv an, statt dass Ihr sie ständig jagen müsst. So entsteht ein Burggraben gegen Wettbewerber.
Marken wie Nike, Apple oder Marlboro verkaufen vor allem Identität und Zugehörigkeit. Das lässt sich nicht 1:1 auf B2B übertragen, weil B2B-Käufe meist wirtschaftlich motiviert sind. Trotzdem kannst Du die Lektion übernehmen, dass Zugehörigkeit oder Vertrauen anfänglich bewusst hergestellt werden müssen. Im B2B bedeutet das konkret: kommuniziere klar den wirtschaftlichen Nutzen und sorge dafür, dass die erste Wahrnehmung stimmig ist.
Wenn Deine Online-Infrastruktur noch klein ist, empfehle ich die "Brechstangen" Methode: schaffe direkte Angebote mit sehr kurzem Pfad zur Anfrage. Keine umständlichen E‑Book Funnels, sondern: Was wir anbieten, welches Problem das löst, für wen und wie kannst Du jetzt anfragen. Das kann ein Einfaches Formular, ein Terminbucher oder ein kurzes Entscheidungsflow sein.
Bei hochpreisigen oder beratungsintensiven Leistungen brauchst Du mehr Vertrauensaufbau. Dort sind mehrere Zwischenstufen sinnvoll: Cases, technische Details, Ablaufbeschreibungen, Referenzen. Ziel bleibt, den Pfad zur ersten Anfrage klar zu machen und die Hürden logisch zu reduzieren.
Die richtige Mischung hängt davon ab, wie viel Bedarf online vorhanden ist und wie viel Budget Du hast. Ist die Suchnachfrage hoch, verdient SEO Vorrang. Ist sie niedrig oder muss schnell Aufmerksamkeit erzeugt werden, sind Ads auf LinkedIn, Meta oder Google die Hebel. Nutze Wettbewerbsanalyse, um zu sehen, wie viel Budget andere investieren und wie oft Deine Zielgruppe bereits ähnliche Messages gesehen hat.
Ich empfehle Tools und Methoden, die wir auch in Folge 166 besprochen haben, um zu schauen, wo die Konkurrenz wirbt, wie sie wirbt und wie erfolgreich das ist. Das gibt Dir Einschätzungen zu Aufwand, Kosten und zur Frequenz, mit der ähnliche Botschaften Deine Zielgruppe erreichen. Diese Einsichten helfen, Anzeigen und Messaging so zu positionieren, dass Du auffällst.
Wähle eine Kernbehauptung, die glaubwürdig ist und zur Zielgruppe passt. Beispiele aus der Folge:
Unstimmige Positionierung schafft Misstrauen. Sorge dafür, dass Versprechen, Produkt und Auftritt zusammenpassen.
Content ist nicht primär zur Markenbildung gedacht, sondern zur Unterstützung des Vertriebs. Je besser informiert Interessenten zu Dir kommen, desto höher die Abschlussrate. Gleichzeitig wird Sichtbarkeit in KI Systemen wichtig. Du kannst prüfen, ob Du bereits in relevanten Prompts zitiert wirst und wie gut KI Dich recommendet. Wir bieten dafür ein AI Report Tool an, das in kurzer Zeit eine Standortbestimmung liefert.
Wenn Du magst, schauen wir uns das gemeinsam an. Deinen unverbindlichen Termin kannst Du unter omlg.de vereinbaren. Mehr zu uns und unseren Projekten findest Du auf maddesign.media.
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