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9. März 2026

#160: Tipps für die Zusammenarbeit mit Marketing-Agenturen

Freddy Braun - mad.Design GmbH
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Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Kläre zuerst welchen Marketingbereich du wirklich brauchst, bevor du eine Dienstleistung buchst.
  • Baue ein Grundverständnis auf durch ein beratendes Erstgespräch, damit du nicht die falschen Leistungen einkaufst.
  • Analysiere systematisch die Herkunft deiner Anfragen und prüfe drei Hebel: mehr von dem, was funktioniert, bessere Umsetzung oder ein neuer Kanal.
  • Wähle den passenden Partnertyp und kläre Prozess, Ansprechpartner und transparente Konditionen im Erstgespräch.

In dieser Folge erkläre ich, wie Unternehmen sinnvoll mit Marketingagenturen zusammenarbeiten, typische Fehler vermeiden und systematisch den größten Hebel für mehr Anfragen finden. Du bekommst konkrete Prüffragen, Tools und Praxisbeispiele aus meinem Agenturalltag, damit du die richtige Dienstleistung und den richtigen Partner findest.

Wofür externe Hilfe sinnvoll ist

Als Geschäftsführer einer Agentur sage ich klar: Externe Unterstützung macht dann Sinn, wenn es intern keinen Grund gibt jemanden dauerhaft einzustellen oder wenn du etwas testen möchtest. Beispiele sind technische Projekte wie eine mehrsprachige Website oder ein test von LinkedIn Ads. Externe Experten verkürzen die Lernkurve und bringen sofort Erfahrung und Benchmarks mit.

Ich erkläre im Podcast auch, warum unsere Spezialisierung auf Webpräsenz kommt. Die Website ist häufig der Dreh und Angelpunkt, an dem Anfragen eintreffen. Wenn dieser Ort schlecht aufgestellt ist, werden selbst gute Kampagnen ineffektiv.

Schnelle Wettbewerbsanalyse und kostenlose Prüfwerkzeuge

  • Prüfe, ob Wettbewerber Google Ads schalten. Das ist oft öffentlich einsehbar.
  • Schau in die Meta Ad Library nach Facebook und Instagram Ads der Wettbewerber.
  • Prüfe Google Ranking Sichtbarkeit. Tools wie Ubersuggest geben schnelle Hinweise.
  • Nutze Reporting Tools oder AI Reports um zu sehen, wie du in KI Systemen und Suchergebnissen aufgestellt bist.

Diese drei Prüfungen geben dir schnell ein Bild: Wer schaltet Ads, wie sichtbar sind Wettbewerber in organischen Ergebnissen und ob Content regelmäßig ausgespielt wird. Das ist gratis oder günstig und schafft Klarheit bevor du eine Agentur beauftragst.

Drei Hebel für mehr Anfragen

  • Mehr von dem, was bereits funktioniert: erhöhe Volumen bei erfolgreichen Kanälen oder Content Formaten.
  • Die bestehende Arbeit besser machen: Conversion Optimierung auf der Website durch bessere Texte, Fallstudien, Referenzen und Vertrauenselemente.
  • Ein neuer Kanal mit klarem Ziel: ergänzende Kanäle reduzieren Abhängigkeit von einer Quelle.

Konkretes Beispiel aus dem Podcast: Wenn Google Sichtbarkeit zunimmt, kann es sinnvoll sein von einem Artikel pro Monat auf einen pro Woche zu erhöhen. Bei Conversion Rate Optimierung helfen klarere Wertversprechen, Kundenlogos, Testimonials und detaillierte Fallstudien.

Unterschiede zwischen Freelancern klassischen Agenturen und kleinen spezialisierten Teams

Typ Vorteile Nachteile Wann sinnvoll
Freelancer Tiefe Expertise in einem Spezialgebiet, oft günstiger Ausfallrisiko, begrenzte Kapazität, nicht alle Disziplinen abdeckbar Für klar abgegrenzte Aufgaben oder Expertenwissen
Klassische Agentur Team mit mehreren Disziplinen, stabile Prozesse, Skalierbarkeit Kann teuer werden, bei niedrigem Budget oft geringe Priorität Für langfristige Komplettprojekte und Retainer Beziehungen
Kleines spezialisiertes Team Schnelle Kommunikation, praxisnahe Expertise, oft gute Mischung aus Tiefe und Agilität Begrenzte Ressourcen für sehr grosse Projekte Für fokussierte Strategien oder gemischte Projekte

Wie du strategisches Denken bei einer Agentur erkennst

  • Die Agentur fragt gezielt nach Zielen und Kundensituation und bietet eine klare Roadmap von Schritt eins zu Schritt drei.
  • Im Erstgespräch bringt sie konkrete Ideen für deinen individuellen Fall und ordnet deine Fragen in den strategischen Kontext ein.
  • Die Agentur erklärt, wer dein Ansprechpartner ist und wie der Ablauf im Alltag aussieht.
  • Bei größeren Budgets sollte die Management Ebene involviert sein und Prioritäten plausibel erklärt werden.

Ein guter Test im Erstgespräch: Lernst du etwas Wesentliches? Verstehen die Berater deinen Markt und transportieren sie umsetzbare Ideen sofort?

Bezahlmodelle und worauf du achten musst

  • Stundenlohn ist transparent für einzelne Tasks.
  • Projektpreis eignet sich für klar definierte Deliverables.
  • Monatlicher Retainer ist gut für laufende Zusammenarbeit und Priorität.
  • Erfolgsbeteiligung und Garantien klingen attraktiv, haben aber Fallen bei Attribution und Reporting.

Achtung Attribution: Wenn mehrere Maßnahmen parallel laufen, ist es schwierig genau zu bestimmen welche Maßnahme welchen Umsatz ausgelöst hat. Agenturen können Reporting so darstellen, dass ihre Kanäle sehr gut aussehen. Deshalb ist Transparenz bei Metriken und Zielen wichtig.

Praxisbeispiele und Warnungen aus dem Agenturalltag

Einige Beispiele aus der Folge:

  • Ein Kunde mit individuell zuschneidbaren Acrylplatten rankt organisch auf Position eins für den Begriff Plexiglas 1mm. Das Suchvolumen ist klein aber die Klickrate hoch. Einmal sauber gemacht zahlt sich SEO langfristig aus.
  • 2020 und 2021 gab es einen Boom bei reinen Ad Agenturen weil viele Shops sofort online wachsen konnten. Ads funktionieren sofort aber stoppt man sie, endet der Traffic.
  • Projektbeispiel: Wir haben eine Website mit vier bis fünf Sprachen umgesetzt, jede Sprache mit rund 100 Unterseiten. Solche Projekte sind kaum von einem einzelnen Freelancer allein zu stemmen.
  • Warnung: Manche Kunden zahlen dauerhaft sehr wenig und bekommen keine Ergebnisse. Beispiele sind Shops, die über viele Monate nur 650 Euro pro Monat bezahlten und dann erwarten, dass ein kompletter Shop entsteht.

Meine Erfahrung: Zusammenarbeit funktioniert am besten als Partnerschaft. Die besten Kunden bringen Eigeninitiative mit. Wenn eine Seite sehr schlecht aufgesetzt ist, kann eine isolierte Maßnahme langfristig sogar schaden.

Konkrete nächste Schritte für dein Unternehmen

  • Überprüfe Wettbewerber Anzeigen in Meta Ad Library und Google Anzeigen Transparenz.
  • Analysiere die Herkunft deiner aktuellen Anfragen. Wo kommen Besucher her und welche Quelle liefert die beste Conversion?
  • Miss deine Conversion Rate auf der Seite wo die Anfrage eingeht. B2B Benchmarks liegen oft bei rund zwei Prozent.
  • Entscheide welches Spiel du spielen willst: mehr Volumen, bessere Ausführung oder ein neuer Kanal.
  • Führe ein Erstgespräch mit einer Agentur für ein beratendes Audit. Achte darauf, ob du im Gespräch konkrete umsetzbare Ideen bekommst.
  • Vereinbare eine Pilotphase mit klaren Metriken und einem Evaluationszeitraum.

Wenn du diese Schritte systematisch durchgehst, vermeidest du häufige Fehler wie das Einkaufen der falschen Leistung oder das Feststecken in low cost Angeboten, die am Ende nichts bringen.

Mein Name ist Freddy und als Geschäftsführer von mad.Design teile ich diese Erfahrungen aus unserem Agenturalltag, damit du bessere Entscheidungen in deinem Marketing triffst.

Wann ist externe Marketingunterstützung sinnvoll?

Externe Hilfe ist sinnvoll, wenn du intern niemanden dauerhaft einstellen willst oder etwas testen möchtest (z. B. technische Projekte, mehrsprachige Website, LinkedIn Ads). Agenturen und Spezialisten verkürzen die Lernkurve, liefern Benchmarks und können kurzfristig Expertise und Kapazität bereitstellen.

Wie finde ich heraus, welchen Marketingbereich ich wirklich brauche?

Analysiere systematisch die Herkunft deiner Anfragen: Kanal, Traffic-Qualität und Conversion. Prüfe drei Hebel: 1) mehr Volumen bei Bestehendem, 2) bessere Umsetzung (CRO, Texte, Trust-Elemente), 3) neuer Kanal mit klarer Zielsetzung. Erst danach Dienstleistung und Partner buchen.

Welche schnellen Prüfwerkzeuge für Wettbewerbsanalyse kann ich nutzen?

Nutze die Meta Ad Library für Facebook/Instagram-Anzeigen, prüfe öffentlich sichtbare Google Ads der Wettbewerber, analysiere organische Sichtbarkeit mit Tools wie Ubersuggest und erstelle einfache AI- oder Reporting-Reports, um Content‑ und Sichtbarkeits‑Lücken zu erkennen.

Was sind die drei effektivsten Hebel für mehr Anfragen?

1) Mehr von dem, was funktioniert (z. B. höhere Produktionsfrequenz bei erfolgreichem Content), 2) bessere Umsetzung (Conversion-Optimierung durch klarere Wertversprechen, Case Studies, Kundenlogos, CTAs), 3) ein neuer Kanal mit definiertem Ziel, um Abhängigkeiten zu reduzieren.

Woran erkenne ich strategisches Denken bei einer Agentur im Erstgespräch?

Strategisch arbeitende Agenturen fragen nach Zielen und Kundensituation, liefern sofort konkrete, auf deinen Fall zugeschnittene Ideen, zeigen eine Roadmap (Schritt 1 bis 3), nennen Ansprechpartner und erklären Ablauf und Prioritäten transparent.

Wann eignet sich ein Freelancer, eine klassische Agentur oder ein kleines spezialisiertes Team?

Freelancer eignen sich für klar abgegrenzte Spezialaufgaben und geringes Budget; klassische Agenturen für umfassende, langfristige Projekte und Skalierung; kleine spezialisierte Teams für fokussierte Strategien, schnelle Kommunikation und praxisnahe Umsetzung bei mittleren Projekten.

Welche Bezahlmodelle gibt es und welche Fallen sind zu beachten?

Gängige Modelle: Stundenlohn (transparente Einzelaufgaben), Projektpreis (klar definierte Deliverables), monatlicher Retainer (laufende Priorität) und Erfolgsbeteiligung (riskant wegen Attribution). Achte auf klare Metriken und Reporting, da Attribution bei parallelen Maßnahmen irreführend sein kann.

Was sind sinnvolle erste Schritte und wie teste ich eine Agentur ohne großes Risiko?

Prüfe Wettbewerberanzeigen und die Herkunft deiner Anfragen, miss Conversion Rate (B2B ≈ 2% als Richtwert), entscheide den Hebel (Volumen, Ausführung, Kanal) und vereinbare ein Erstgespräch für ein beratendes Audit. Starte mit einer Pilotphase mit klaren Metriken und Evaluationszeitraum.

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