Veröffentlicht: 23.08.21

Kooperationen: Mach’ mehr aus dem, was Du hast | Podcast Folge #15

Wenn wir drei Mal raten dürften, dann würden wir darauf tippen, dass Du auf diesen Beitrag gestoßen bist, weil Du nach „Kooperationen finden“ gegoogelt hast.

Super!

Denn nicht nur sind Kooperationen einer der besten Wege, um mehr aus Deinen Ressourcen herauszuholen!

Wir alle sind mit Opportunitätskosten konfrontiert. Tun wir das Eine, können wir das Andere gleichzeitig nicht tun. Setzen wir Personal und Geld für Projekt X ein, fehlen diesen Ressourcen logischerweise bei Projekt Y.

Kooperationen geben Dir die Chance, mehr Reichweite und Umsatz zu generieren. Gleichzeitig bringen Kooperationen eine immense Lernchance mit sich.

Die richtige Business Kooperation versorgt Dich mit Einblicken hinter die Kulissen. Du lernst, was andere Firmen erfolgreich oder weniger erfolgreich macht. Und Du lernst, wie man effektiv mit anderen kooperiert.

Letzteres ist auch das Ziel dieses Beitrags inklusive der dazugehörigen Podcast Folge. In der Folge möchten wir Dir zeigen, welche Form eine Kooperation annehmen, wie Du Kooperationen finden und erfolgreich umsetzen kannst. 


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Kooperationen Vorteile: Kooperationen sind überall

Dass wir diesen Beitrag in den mad.Design Blog einstellen können, haben wir unserem Internet- und Telefonanbieter Vodafone zu verdanken. Fällt das Internet einmal aus, schickt Vodafone einen Techniker vorbei, der sich um das Problem kümmert. Dieser Techniker ist allerdings nicht bei Vodafone, sondern bei der Solutions30 GmbH angestellt.

Auch der Telefonservice wird von Vodafone nicht selbst abgewickelt. Vodafone konzentriert sich auf ihr Kerngeschäft und kooperiert für alles andere mit externen Partnerfirmen.

Gleiche Branche, leicht abgewandeltes Kooperationsmodell: 


Der Mobiltarifanbieter WinSim macht im Kundenbereich der eigenen Plattform Werbung für Bild+, den Napster Music Streaming Dienst und Zattoo Online Fernsehen. 


Warum auch nicht?

Für WinSim entstehen damit keine zusätzlichen Kosten. WinSim erhält entweder eine fixe Summe, um auf die Kooperationspartner zu verlinken oder wird, wie bei einem klassischen Affiliate Deal, pro Klick oder abgeschlossenem Kauf vergütet.
Die ersten Kundenaufträge, die mad.Design umsetzte, setzten wir nicht für eigene Kunden um, sondern für eine befreundete Agentur, die nicht alle Anfragen, die bei ihnen eintrudelten, selbst bearbeiten konnte.

Wir arbeiteten den Auftrag zu einem vergünstigten Stundensatz ab, die befreundete Agentur musste lediglich zwischen uns und dem Kunden vermitteln. Klar, unsere Partnerfirma hatte in diesem Fall nicht die Marge, die sie sonst gehabt hätte. Auf der anderen Seite hatte sie auch nicht im Ansatz den Aufwand, den ein normales Projekt mit sich gebracht hätte.

Eben das ist auch unser erster Tipp für Dich: 


Halte nach Firmen Ausschau, die ein ähnliches Geschäftsmodell verfolgen, wie Du selbst und verbünde Dich mit ihnen.

Denn in diesem Fall bist Du jederzeit in der Lage, Aufträge gegen eine Provision abzugeben, wenn Du selbst nicht in der Lage bist, das Projekt zeitnah umzusetzen. Umgekehrt kann Dir die Partnerfirma Aufträge zuspielen, wenn sie selbst nicht die notwendigen Ressourcen zur Verfügung hat.  

Ein letztes Beispiel aus der Sportwelt:

Gute Golfer lassen ihr Equipment speziell auf sich anpassen. Bei einem sogenannten Fitting werden Körper und der individuelle Bewegungsablauf einer Person vermessen. Danach werden einige Schläger durchprobiert — immer unter Beobachtung verschiedener Messwerte. So geht man als Spieler sicher, dass das richtige Equipment in der Tasche steckt.

Wir sind mit zwei solchen Fitting Centern befreundet. Beide befinden sich recht nah beieinander, haben allerdings nicht das gleiche Sortiment im Angebot. Will ein Kunde oder eine Kundin eine spezielle Marke, die Anbieter A nicht im Sortiment hat, so schickt Anbieter A die Kundin zu Anbieter B. Für die Vermittlung gibt es eine kleine Provision.

Der entscheidende Punkt ist:

Kooperationen sind überall. Wir müssen nur Ausschau danach halten und offen für neue Möglichkeiten sein. Denn die Geschäftswelt ist kein Nullsummenspiel. Es gibt keine Gewinner und Verlierer im klassischen Sinne. Nur weil Deine „Konkurrenz“ gewinnt, musst Du noch lange nicht verlieren. Wer gute Arbeit macht, wird weiterempfohlen.

Kooperationen Beispiele: Hierfür kannst Du mit anderen kooperieren

#1: Produktkooperationen

Produktkooperationen sind das einfachste und klassischste Kooperations-Beispiel. Produktkooperationen können gleichzeitig eine Menge verschiedener Formen annehmen.

Beispielsweise bewirbst Du das Produkt einer anderen Person, die wiederum Dein Produkt bei sich im Shop anbietet und bewirbt.

Abwandlungen dieser Idee gibt es, wie Sand am Meer:
  • Du hast eine gewisse Reichweite, Deine Kooperationspartnerin hat ein Produkt, das Deiner Zielgruppe helfen würde? Stell’ ihr Produkt Deiner Zielgruppe vor und vereinbare mit Ihr eine Provision!
  • Du bietest eine Dienstleistung an, die Deiner Partnerfirma keine direkte Konkurrenz macht, der Zielgruppe der Partnerfirma jedoch helfen würde? Biete dieser Firma an, Deine Dienstleistung in ihr Portfolio mit aufzunehmen! Du setzt um, die Partnerfirma stellt die Dienstleistung in Rechnung.
  • Du hast ein cooles Produkt, allerdings nicht die Kapazität oder die Fähigkeiten, um einen Online Shop dafür aufzusetzen? Hol’ jemanden an Bord, der das kann und beteilige ihn oder sie prozentual an Deinen Umsätzen!
Letzteres setzen wir bei mad.Design immer noch um. Voraussetzung dabei ist logischerweise, das wir damit ein Produkt unterstützen, das einen echten Wert darstellt.

Du hast ein solches Produkt und bist auf der Suche nach jemandem, der Deinen Online Shop gestaltet, erstellt und betreut? Dann klicke den folgenden Button und setz’ Dich mit uns Verbindung!
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Nicht nur erhältst Du von uns einen professionellen, modernen Online Shop. Wir richten Deinen Shop so ein, dass dieser optimale Voraussetzungen hat, um auch verkaufen zu können.

#1: Content Kooperationen

Was Du im Moment liest, lässt sich auch als Content Marketing bezeichnen. Content, sprich Inhalte, wie Podcast-Folgen, Videos, Social Media Postings oder Artikel, hinterlassen Spuren im Netz.

Spuren, die von anderen Menschen gefunden werden können, unsere Reichweite, Bekanntheit und damit auch die Chance, Neukunden anzuziehen, steigern.

Wer die aufgebaute Bekanntheit nicht nutzen möchte, um eigene Produkte anzubieten, kann die Produkte anderer Firmen gegen einen festen Betrag oder eine Kommission bewerben.

Nirgendwo steht allerdings geschrieben, dass wir Content Marketing nur auf unseren eigenen Plattformen betreiben können.
  • Du betreibst einen Podcast? Biete Dich als Gast in anderen Shows an oder interviewe die Moderatoren anderer Podcasts.
  • Du schreibst einen Blog? Schreib’ einen Artikel für einen anderen Blog mit etwas mehr Reichweite, als Du selbst oder biete Deine Texte einem Online Magazin an. Denn anders als in einem physischen Magazin, ist der Platz in einem Online Magazin nicht begrenzt. Finanziert sich das E-Zine über Werbung, sind die Verantwortlichen dort meist offen für Deine Texte. Denn: Je mehr Inhalte veröffentlicht werden, desto mehr Werbung kommt auf der Seite unter.
  • Du machst YouTube Videos? Verschicke eines Deiner Videos an einen anderen Kanal oder frage nach einer Video Kollaboration.
Wichtig bei all dem:

Wenn Du nach einer Kooperation fragst, muss sich der anderen Person direkt erschließen, was für sie drin ist. E-Mails, in denen Du fragst, ob eine Kooperation grundsätzlich möglich wäre, taugen nichts!

Sag’ Deinen möglichen Kooperationspartnern direkt und unmissverständlich, was Du Dir vorstellst und wie sie davon profitieren. Andernfalls gibst Du der Person am anderen Ende der E-Mail oder des Telefonhörers Hausaufgaben.

Niemand möchte darüber nachdenken, wie er mit einer fremden Person nun kooperieren könnte. Doch wir alle erkennen eine Möglichkeit, wenn wir sie sehen.

Das macht gute Kooperationen aus

Gute Kooperationen sind Win-Win Situationen. Wer gut kooperiert, ergänzt Fähigkeiten, personelle oder finanzielle Ressourcen.

Wer gut kooperiert, ist allerdings auch menschlich und arbeitsethisch auf einer Wellenlänge.

Kurzfristige Produktkooperationen oder Affiliate Deals setzen keine tief gehende Freundschaft mit dem Kooperationspartner voraus.

Wer allerdings langfristig zusammen arbeiten oder sogar zusammen gründen will, sollte schon genauer hingucken, auf wen er oder sie sich einlässt.

Eine gemeinsame Idee zu haben ist der einfache Teil. Die richtigen Entscheidungen treffen, ohne politische oder eigennützige Hintergedanken, wenn es mal schwierig wird — das ist der schwierige Teil. Und einer, mit dem wir uns alle früher oder später auseinandersetzen müssen.

Keine Firma hat ausschließlich Erfolg. In schwierigen Zeiten herausfinden zu müssen, dass Kooperationspartner nicht bereit sind, abends auch mal länger zu bleiben, am Wochenende zu arbeiten oder das Projekt sogar als gescheitert ansehen, ist keine schöne Überraschung! Doch eine, die sich vermeiden lässt, wenn man Erwartungen schon zu Beginn klärt.

Zwei unserer Lieblingsfragen:
  • Was erhoffst Du Dir von diesem Projekt?
  • Wann ist das Projekt für Dich gescheitert?
Diese Fragen funktionieren aus dem gleichen Grund, wie ein Business Plan. Denn im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, hilft ein Business Plan in erster Linie nicht unbedingt den Gründern, sondern den Investoren:

Ein Blick auf die Umsatzprojektion und potentielle Investoren wissen sofort, ob eine Gründerin mit beiden Beinen auf dem Boden steht oder auf einer rosaroten Wolke voller Wunschvorstellungen schwebt.

Letzteres ist oft der Grund für gescheiterte Investoren-Deals. Denn unabhängig davon, wie gut die Idee klingt: 


Die meisten Weltklasse-Investoren sprechen immer wieder davon, dass sie nicht auf das Pferd, sondern auf den Reiter setzen. Die Idee ist nicht so wichtig, wie die Person, die dahinter steckt.

Bei Kooperationen wird das gerne vergessen. Doch es sind die Personen hinter der Idee, die die Idee auch tatsächlich umsetzen und gegebenenfalls anpassen. Das setzt wiederum voraus, dass die beteiligten Personen dazu auch bereit sind.

Was erhoffst Du Dir von diesem Projekt?

Wann ist das Projekt für Dich gescheitert?

Beide dieser Fragen zeigen Dir, wie Dein Gegenüber über das Projekt denkt. Unrealistische Erwartungshaltungen? Versteckte Abhängigkeiten? Der Wunsch, mit wenig Aufwand viel erreichen zu können?

Im Idealfall kommt das an dieser Stelle ans Licht.

Je nach Umfang der Kooperation solltest Du diesen Prozess ruhig ausführlich behandeln und das ein oder andere Gespräch mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin — am besten von Angesicht zu Angesicht — führen.

Mehr Tipps rund um das Finden und Abschließen von Kooperationen sowie weitere Beispiele und Geschichten, die zeigen, was Kooperationen erfolgreich macht und was nicht, lernst Du in Folge 15 unseres Podcasts.

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