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1. Februar 2021

#2: Die richtige Online Business Idee finden

Freddy Braun - mad.Design GmbH
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Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Wähle einen Evergreen Markt mit begeisterter Zielgruppe und dringenden Problemen.
  • Prüfe, ob es nach der ersten Lösung weitere Probleme gibt, die du später lösen kannst.
  • Stelle sicher, dass deine Zielgruppe zahlungsbereit ist.
  • Bau zuerst Reichweite mit Content auf, erst dann entwickle das Produkt.
  • Beziehe deine Reichweite in die Produktentwicklung ein und teste früh mit Feedback.

In dieser Folge erkläre ich die fünf Markt Must Haves, die ein Online Produkt braucht, damit es dauerhaft erfolgreich werden kann. Ich beschreibe, warum eine Idee allein nicht ausreicht und wie du systematisch Ideen prüfst, Reichweite aufbaust und das Produkt mit deiner Zielgruppe entwickelst.

Warum die Idee allein nicht reicht

Ich sehe oft, dass Leute auf die Idee fixiert sind und glauben, damit geht das Geld sofort ein. Das ist falsch. Die Idee ist der Startpunkt. Erfolg entsteht, wenn Idee, Verkaufskompetenz, Feedbackprozesse und technische Umsetzung zusammenkommen. Du brauchst Fähigkeiten wie Verkaufstexte schreiben, Kundenkommunikation und die Technik umsetzen oder die Kompetenz, die Technik zuverlässig auszulagern.

Als Betreiber von mad.Design erlebe ich das täglich: Wir bauen Webseiten für Kunden. Häufig entsteht danach ein Folgebedarf an Marketing. Das zeigt das Prinzip der «zukünftigen Probleme» sehr schön. Wenn du das berücksichtigst, planst du nicht nur einen einzelnen Verkauf, sondern eine Kundenreise mit mehreren monetarisierbaren Schritten.

Die fünf Markt Must Haves

Markt Must Have Warum das wichtig ist
Evergreen Markt Sichert Nachfrage über Jahre. Trends wie Pokémon Go oder Fidget Spinner vergehen schnell.
Enthusiastische Zielgruppe Begeisterte Menschen sind aktiver, teilen Inhalte und kaufen eher Zusatzprodukte.
Dringendes Problem Je dringender das Problem, desto eher suchen Menschen aktiv nach Lösungen und zahlen dafür.
Weitere zukünftige Probleme Wenn nach der ersten Lösung weitere Schritte folgen, kannst du Kunden langfristig begleiten und monetarisieren.
Zahlungsbereite Zielgruppe Die Zielgruppe muss bereit und in der Lage sein, Geld für Lösungen auszugeben.

Wie du passende Ideen findest

Praktische Vorgehensweise die ich empfehle und selbst benutze:

  • Brainstorm 10 bis 20 Ideen basierend auf deinen Interessen und Kompetenzen.
  • Prüfe mit Google Trends ob das Thema nachhaltig gesucht wird.
  • Schaue in Communities und auf YouTube ob Enthusiasmus vorhanden ist. Viele Unboxing oder Tutorial Videos sind ein guter Indikator.
  • Analysiere, ob ein dringendes Problem existiert und ob danach weitere Bedürfnisse folgen.
  • Bewerte die Zahlungsbereitschaft der Zielgruppe. Produkte für Videografen sind ein gutes Beispiel, weil die Einstiegshürde höher ist und Kunden eher investieren.

Reichweite zuerst dann Produkt

Meine klare Empfehlung ist: Baue zuerst Reichweite auf und entwickle dann das Produkt zusammen mit deiner Zielgruppe. Wenn du Inhalte veröffentlichst, ziehst du Interessenten an und sammelst Erkenntnisse. Das reduziert das Risiko eines Flops drastisch.

  • Produziere Inhalte die helfen und Vertrauen aufbauen. Podcast, YouTube, Blog und Social Media funktionieren gut.
  • Sammle E-Mail Adressen und befrage deine Community zu ihren dringenden Problemen.
  • Erstelle früh Prototypen und gib Beta Zugänge gegen Feedback oder Rabatt.
  • Verfeinere das Produkt anhand des Feedbacks bevor du breit veröffentlichst.
  • Nutze Teaser Effekte um Nachfrage aufzubauen statt plötzlich zu launchen.

Ich habe das so gemacht als ich Testleser für mein Buch gesucht habe. Das frühe Feedback hat den zweiten Entwurf deutlich verbessert und den späteren Verkauf erleichtert.

Praxisbeispiele aus dem Agenturalltag

Einige konkrete Beispiele die das Konzept veranschaulichen:

  • Webseiten Kunden kommen oft wegen eines dringenden Problems. Später benötigen sie Marketing. Das ist ein natürlicher Folgebedarf den wir bei mad.Design bedienen.
  • Der Markt für Kamera Equipment ist ein Evergreen mit Enthusiasten. YouTube Unboxing und Reviews zeigen hohe Begeisterung, und die Zielgruppe ist zahlungsbereit.
  • Skateboarding ist ebenfalls ein Evergreen Markt mit leidenschaftlichen Nischen. Solche Nischen machen es leichter, als Experte wahrgenommen zu werden.
  • Trendprodukte wie Fidget Spinner sind kurzfristig lukrativ, aber riskant für langfristige Geschäftsmodelle.
  • Digitale Produkte lassen sich heute mit Diensten wie Amazon Kindle und Print on Demand sehr einfach testen und ausrollen.

Konkrete To Do Liste für die nächsten 30 Tage

  • Schreib 10 bis 20 Ideen auf und filtere sie mit den fünf Must Haves.
  • Nutze Google Trends für 3 Favoriten und vergleiche die Entwicklung über mehrere Jahre.
  • Starte mit einem Content Plan: 4 Formate über 4 Wochen verteilen, z. B. Blog, Podcast Folge, YouTube Video, Instagram Post.
  • Sammle E-Mail Adressen und stelle gezielte Fragen zu Problemen und Zahlungsbereitschaft.
  • Baue einen einfachen Prototyp und teste ihn mit 5 bis 20 Interessenten gegen Feedback.

Wenn du diese Schritte konsequent durchgehst, reduzierst du das Risiko und erhöhst die Chance auf ein Produkt das wirklich verkauft wird. Das ist die Vorgehensweise, die ich bei mad.Design empfehle und aktiv anwende.

Das war die Folge. Fang mit der Ideenliste an, prüfe sie mit den fünf Must Haves und bau zuerst Reichweite auf. Dann sprich mit echten Menschen und entwickle zusammen mit ihnen dein Produkt.

Was sind die fünf Markt-Must-Haves für ein erfolgreiches Online-Produkt?

Ein erfolgreiches Online-Produkt braucht: 1) einen Evergreen-Markt (langfristige Nachfrage), 2) eine enthusiastische Zielgruppe (teilt Inhalte, engagiert sich), 3) ein dringendes Problem (aktive Suche nach Lösungen), 4) weitere zukünftige Probleme (Folgeumsatz und Kundenreise) und 5) eine zahlungsbereite Zielgruppe.

Warum reicht eine gute Idee allein nicht aus?

Die Idee ist nur der Startpunkt. Erfolg erfordert Verkaufskompetenz (z. B. Texte, Conversion), Feedbackprozesse, technische Umsetzung oder verlässliches Outsourcing sowie Planung einer Kundenreise mit mehreren monetarisierbaren Schritten.

Wie kann ich passende Produktideen effektiv prüfen?

Schreib 10–20 Ideen auf, nutze Google Trends für mehrjährige Nachfrage, prüfe Communities und YouTube auf Enthusiasmus (Unboxing, Tutorials), analysiere, ob ein dringendes Problem und Folgebedarfe existieren, und bewerte die Zahlungsbereitschaft der Zielgruppe.

Wie baue ich am besten Reichweite auf, bevor ich das Produkt entwickle?

Produziere hilfreichen Content (Podcast, YouTube, Blog, Social) nach einem Content-Plan, sammele E‑Mail-Adressen, frage deine Community nach Problemen, nutze Content zum Testing von Ideen und setze auf Vertrauen statt auf sofortige Produktentwicklung.

Wie teste ich ein Produkt frühzeitig und erhalte nützliches Feedback?

Erstelle einen einfachen Prototyp, gib Beta-Zugänge oder Rabatte an 5–20 Interessenten im Austausch für Feedback, iteriere anhand der Rückmeldungen, nutze Teaser für Nachfrageaufbau und verfeinere das Angebot vor dem breiten Launch.

Woran erkenne ich, ob meine Zielgruppe zahlungsbereit ist?

Indikatoren sind: bestehende Käufe ähnlicher Produkte, hohe Einstiegshürden (z. B. Fach-Equipment), aktive kostenpflichtige Communities, positive Conversion bei Pre-Sales/Prototypen und direkte Antworten in Umfragen zu Kaufbereitschaft.

Welche häufigen Fehler sollte ich beim Start eines Online-Produkts vermeiden?

Vermeide: nur auf die Idee zu setzen, ohne Reichweite zu bauen; kein frühes Testing mit echten Nutzern; die Zahlungsbereitschaft zu ignorieren; fehlende Verkaufs- oder Umsetzungsfähigkeiten; und das Nicht-Planen von Folgeprodukten.

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