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8. Februar 2026

#157: Wie wir profitable Online Shops bauen

Freddy Braun - mad.Design GmbH
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In dieser Folge erkläre ich meinen bewährten Prozess, mit dem wir bei mad.Design profitable Online Shops für überwiegend B2B‑Kunden aufbauen. Ich zeige, warum Testing vor dem Aufbau entscheidend ist, welche Technik und Schnittstellen nötig sind und wie Skalierung erst möglich wird, wenn alle Grundlagen stimmen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Teste Hypothesen vor dem Aufbau: Marktrecherche und Anzeigenexperimente reduzieren Risiko und Kosten.
  • Baue auf sauberer Technik mit Analytics und ERP Schnittstellen, damit Prozesse automatisiert laufen.
  • Optimiere Design und Texte auf deine Zielgruppe statt nur auf Optik. Conversion ergibt sich aus Zusammenspiel.
  • Skaliere erst, wenn Conversion und Tracking stabil sind. Mehr Budget ist dann profitabel.
  • Reduziere Abhängigkeit von Drittplattformen. Eigene Plattform schafft Kontrolle über Marge und Kundendaten.

In den folgenden Abschnitten erkläre ich die drei Phasen meines Prozesses, nenne konkrete Messgrößen und zeige Beispiele aus unserer Arbeit bei mad.Design. Du bekommst klare Handlungsschritte, die du sofort prüfen kannst.

Drei Phasen für profitable Online Shops

Ich teile den Aufbau in drei Phasen: Testing, Aufbau und Skalierung. Jede Phase hat eigene Ziele und Deliverables. Nur wenn die vorherige Phase sauber steht, bringt die nächste echten Mehrwert.

Phase 1 Testing Marktrecherche und Hypothesentests

Bevor ein Shop gebaut wird, mache ich eine ehrliche Ist Analyse und kleine Tests. Das spart Zeit und Budget.

  • Ist Analyse: Conversion Rate, durchschnittlicher Bestellwert, Wiederbestellrate.
  • Supportanalyse: Welche Fragen kommen häufig? Welche Info fehlt auf Produktseiten?
  • Verhalten: Auf welchen Seiten wird geklickt und wo springen Besucher ab?
  • Sichtbarkeit: Ranking in Google und Präsenz in KI Systemen prüfen.
  • Konkurrenz: Was funktioniert bei Wettbewerbern und welche Lücken gibt es?
  • Hypothesentests: Anzeigen für unterschiedliche Use Cases, Bildwelten und Headlines schalten. Beispiel: Für einen Kunden mit Dachziegeln testeten wir verschiedene Anwendungsfälle wie Gartenhütte versus Villa.

Testen bedeutet: kleine Kampagnen, klare Hypothesen, schnelle Auswertung. So erkennst du profitable Zielgruppen und Produktpositionierungen, bevor du in den Shop investierst.

Technik Analytics und Schnittstellen

Eine saubere technische Basis ist keine Kür. Sie ist Voraussetzung dafür, dass der Shop effizient läuft und skalierbar ist.

  • Analytics richtig einrichten, damit Daten aussagekräftig sind.
  • ERP Anbindung, damit Produktdaten an einem Ort gepflegt werden.
  • Automatisierte Prozesse für Bestellungen, Rechnungen und Trackingnummern.
  • Schnittstellen zu Versanddienstleistern und zu CRM oder Warenwirtschaft.
  • Skalierbare Plattformwahl statt selbstgebastelter Lösungen bei hohem Umsatz.

Phase 2 Aufbau Shop Erstellung Conversion Optimierung

Im Aufbau setze ich die Erkenntnisse aus Phase 1 um. Design und Copy richten sich an der Zielgruppe aus. Universalregeln sind klar, Details sind zielgruppenspezifisch.

  • Klare Wertversprechen auf jeder Produktseite.
  • Produktkontext zeigen. Nicht nur Produktbilder, sondern Anwendungsfälle und Ergebnisse.
  • Detaillierte Produktinfos bei erklärungsbedürftigen B2B Produkten. Montagehinweise, Serviceteam oder Palette und Spedition angeben.
  • Einfache und kurze Checkout Prozesse.
  • Filterfunktionen und Struktur, damit Nutzer auf Mobilgeräten nicht endlos scrollen müssen.
  • Retention Konzepte: E‑Mail Sammlung, Einstiegsangebote, Abo Modelle zur Erhöhung des Customer Lifetime Value.

Viele Agenturen bauen einfach nur neu. Ich achte zusätzlich auf Marketinglogik. Design ist wichtig, aber ohne strategische Komponente bringt es selten die gewünschte Umsatzsteigerung.

Phase 3 Skalierung Testing und Conversion Rate Optimierung

Skalierung beginnt erst, wenn Daten und Technik sauber sind. Dann wird getestet, erweitert und Budget gesteigert.

  • Neue Unterseiten für organische Sichtbarkeit in Google und KI Systemen erstellen.
  • Werbebudget schrittweise erhöhen, wenn Conversion stabil ist.
  • Kontinuierliche Optimierung. CRO ist mehr als A B Tests. Design Anpassungen, Texte und Nutzerfluss sind oft entscheidend.
  • Stetiges Messen von LTV und Profitabilität. Eine Kampagne ist oft erst nach mehreren Bestellungen profitabel.

Phase Ziel Wichtige Aktionen
Testing Risiken minimieren Ist Analyse, Anzeigenexperimente, Hypothesentests
Aufbau Conversion sicherstellen Technik, Design auf Zielgruppe, Checkout
Skalierung Profitables Wachstum SEO Seiten, Werbebudget, kontinuierliche Optimierung

Erfahrungen und Fallbeispiele aus unserem Agenturalltag

Bei mad.Design arbeiten wir häufig mit B2B Kunden, die erklärungsbedürftige Produkte verkaufen und bislang viel über Beratung oder Drittplattformen liefen. Unser strategischer Ansatz wurde dieses Jahr mit einem German Web Award ausgezeichnet.

  • Dachziegel Projekt: Verschiedene Anwendungsbilder im Test lieferten klare Hinweise, welche Zielgruppen am besten reagieren.
  • Plattformabhängigkeit: Ein Kunde erhöhte kurz vor Weihnachten Werbung auf eBay und verlor laut eigener Rechnung über 40 Prozent Marge an die Plattform.
  • Amazon Support Problem: Händler bleiben oft in Supportschleifen hängen. Das zeigt die Gefahr, wenn der Kundenkontakt über Dritte läuft.
  • Business Case Abo Modelle: Große Beispiele aus dem Markt zeigen, dass Erstverkäufe oft nicht profitabel sind. Ein Produkt kann erst nach mehreren Wiederkäufen rentabel werden.
  • Ergebnis: Neue Shops, die wir umgesetzt haben, verkauften in der Regel signifikant mehr als die alten Shops und reduzierten die Abhängigkeit von Zwischenhändlern.

Konkrete To Dos für Entscheider

  • Führe eine Ist Analyse durch. Sammle Conversion Rate, AOV und Wiederkaufraten.
  • Starte mit kleinen Anzeigenexperimenten für unterschiedliche Use Cases und Headlines.
  • Sorge für saubere Analytics und ERP Schnittstellen vor dem Launch.
  • Plane Produktseiten mit allen relevanten Infos für erklärungsbedürftige Produkte.
  • Baue Schritte zur Kundenbindung ein. E Mail Sammlung und Abo Modelle sind entscheidend für Profitabilität.
  • Reduziere die Abhängigkeit von Drittplattformen Schritt für Schritt.
  • Skaliere Budget erst, wenn die Conversion Rate messbar gestiegen ist.

Abschließende Kernaussage

Ein profitabler Online Shop ist Ergebnis von Forschung, sauberer Technik und zielgerichteter Umsetzung. Testen vor dem Aufbau schützt Budget. Design und Texte müssen an der Zielgruppe gemessen werden. Wenn diese Bausteine stimmen, rentiert sich das Investment schnell und reduziert die Abhängigkeit von Drittplattformen.

Wie teste ich Produkt‑ und Zielgruppenhypothesen vor dem Shop‑Aufbau?

Führe kleine Anzeigenexperimente mit klaren Hypothesen (Use Case, Bildwelt, Headline) und messe frühe Conversion‑Signale. Ergänze Marktrecherche, Supportanalyse und Nutzerverhalten (Seiten, Abbruchstellen). Ziel: profitable Zielgruppen und Positionierungen identifizieren, bevor du Zeit und Budget in den Shop steckst.

Welche technischen Schnittstellen braucht ein skalierbarer B2B‑Onlineshop?

Essentiell sind korrekt eingerichtetes Analytics, eine ERP‑Anbindung für zentrale Produktdaten, Automatisierung für Bestellungen/Rechnungen/Trackingnummern sowie Integrationen zu Versanddienstleistern und CRM/Warenwirtschaft. Außerdem eine skalierbare Plattformwahl statt provisorischer Eigenlösungen bei hohem Umsatz.

Wie optimiere ich Produktseiten für erklärungsbedürftige B2B‑Produkte?

Konzentriere dich auf klares Wertversprechen, Produktkontext und Anwendungsfälle statt nur auf Optik. Liefere detaillierte technische Infos (Montage, Palette/Spedition), relevante Bilder vom Einsatz, kurze Checkout‑Flows, Filternavigation und deutliche CTAs. Ziel ist, Kaufbarrieren zu reduzieren und die richtige Erwartung zu setzen.

Welche Kennzahlen muss ich vor und nach dem Launch messen?

Vor und nach dem Launch solltest du Conversion Rate, durchschnittlichen Bestellwert (AOV), Wiederkaufrate, Customer Lifetime Value (LTV), Customer Acquisition Cost (CAC), Absprungraten und relevante Supportfragen tracken. Diese Daten zeigen, ob Produktpositionierung, Tracking und Profitabilität stimmen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Werbebudget zu skalieren?

Skaliere nur, wenn Tracking und Conversion stabil sind und die Kennzahlen (Conversion Rate, AOV, LTV vs. CAC) profitables Wachstum anzeigen. Erhöhe Budget schrittweise, teste parallel neue Seiten/Segmente und beobachte, ob Profitabilität über mehrere Bestellungen gehalten wird.

Wie reduziere ich die Abhängigkeit von Drittplattformen wie Marktplätzen?

Baue eine eigene Verkaufsplattform mit direktem Kundendatenzugriff, sammle E‑Mailadressen, setze Retention‑Strategien (Abo‑Modelle, Einstiegsangebote) und investiere in SEO/organische Unterseiten. Nutze Marktplätze strategisch, aber minimiere langfristig die Abhängigkeit, um Marge und Kundenkontakt zu sichern.

Welche häufigen Fehler sollten Entscheider beim Shopaufbau vermeiden?

Vermeide den Bau ohne vorheriges Testing, unvollständiges oder falsches Tracking, fehlende ERP‑/Automatisierungs‑Anbindung, Fokus nur auf Design statt Zielgruppe, zu komplexe Checkout‑Prozesse und das Hochskalieren vor stabiler Conversion. Diese Fehler erhöhen Risiko, Kosten und Abhängigkeit von Dritten.

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