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1. Februar 2026

#156: Wie funktioniert Online Marketing?

Freddy Braun - mad.Design GmbH
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In dieser Folge erkläre ich, warum du zuerst Strategie und Kontext klären musst bevor du in Taktik oder Kanäle gehst. Ich zeige, dass unbezahlte Kanäle nie wirklich kostenlos sind, wie die drei Phasen der B2B Kundenreise funktionieren und welche Rolle deine Website als zentraler Anfrageort spielt. Außerdem gebe ich klare praktische Schritte zur Analyse, Messung und zum schnellen Testen von Plattformen, damit du weniger abhängig wirst von Empfehlungsgeschäft.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Kläre zuerst die Strategie und beantworte die Frage warum du Sichtbarkeit erzeugen willst, bevor du in Taktik gehst.
  • Bezahlte und unbezahlte Maßnahmen haben reale Kosten. Rechne Opportunitätskosten und Mitarbeiterzeit mit ein.
  • Denke in drei Phasen der Kundenreise: Marksondierung, Eignungsprüfung, Angebotsprüfung. Deine Inhalte müssen jeweils passende Fragen beantworten.
  • Die Website ist der Ort der Anfrage. Sie muss Wert, Prozess, Referenzen und Kontext zum Preis klar kommunizieren.
  • Teste schnell auf einer Plattform, messe Qualität der Views, nicht nur Reichweite. Achte auf die Drei Sekunden Regel beim Einstieg in Inhalte.

In dieser Folge führe ich dich durch die wichtigsten strategischen Denkmodelle für B2B Marketing. Du bekommst praxisnahe Hinweise, wie du Prioritäten setzt, welche Fragen deine Website beantworten muss und wie du mit einfachen Tests valide Daten sammelst, statt auf leere Reichweite zu setzen.

Warum du zuerst die Strategie klären musst

Bevor du über Plattformen oder Contentformate nachdenkst, frage dich warum du Sichtbarkeit willst. Viele bleiben aus zwei Gründen stehen: Angst vor Ablehnung und extreme Ungeduld. Die Angst kommt davon, dass man sich vor der Wahrnehmung der Branche fürchtet. Die Ungeduld zeigt sich etwa bei Geschäftsführern, die glauben ein langes Video reiche aus. Beides führt zu Nichtstun oder zu falschen kurzfristigen Entscheidungen.

Unbezahlte Möglichkeiten sind nicht kostenlos

Alles kostet Ressourcen. Selbst wenn Inhalte intern erstellt werden, entstehen Opportunitätskosten. Oft werden interne Stunden nicht mitgerechnet und externe Agenturrechnungen erscheinen im Vergleich transparent günstiger. Rechne Gehaltskosten, Projektzeit und Abstimmung mit ein, wenn du Kanäle bewertest.

Drei Phasen im B2B Kaufprozess

Im B2B durchläuft ein Interessent typischerweise drei Phasen. Inhalte und Kanäle müssen zur jeweiligen Phase passen.

  • Marksondierung
    Der Kunde weiß, er hat ein Problem und sucht mögliche Lösungsansätze. Ziel: Sichtbarkeit für Themen rund um das Endergebnis.
  • Eignungsprüfung
    Der Kunde hat sich für einen Lösungsansatz entschieden und prüft Methoden und Anbieter. Ziel: Überzeugen, dass deine Methode passt.
  • Angebotsprüfung
    Der Kunde vergleicht konkrete Anbieter. Ziel: Vertrauen und Differenzierung zeigen, Referenzen und Ablauf klar kommunizieren.

Die Website ist dein zentraler Anfrageort

Deine Website ist der Ort, an dem Anfragen entstehen. Dort musst du gezielt die Fragen beantworten, die in der Eignungsprüfung und Angebotsprüfung auftauchen. Eine Website muss mindestens diese Punkte klar kommunizieren.

  • Welcher Wert entsteht für den Kunden
  • Wie läuft der Ablauf, was sind die Schritte
  • Für wen habt ihr das schon gemacht und welche Ergebnisse entstanden
  • Wie lange dauert das und welcher Kontext gilt für Preis und Leistung

Methode versus Ergebnis in deiner Kommunikation

Kommuniziere sowohl das gewünschte Ergebnis als auch die Methode, die du dafür nutzt. Wenn viele Leute bereits gezielt nach deiner Methode suchen, sprich direkt über die Methode. Wenn der Pool kleiner ist, sprenge das Netz weiter und sprich zuerst über das Ergebnis. Beispiel aus meinem Angebot: Wir optimieren Websites, damit Unternehmen weniger abhängig werden von Empfehlungen. Das ist unsere Methode und das Ziel ergibt sich daraus.

Die Drei Sekunden Regel für Inhalte

In den meisten Plattformkontexten entscheidet sich in etwa drei Sekunden, ob jemand dranbleibt. Das gilt für Ads, LinkedIn Posts, Instagram Clips und Texte im Browser. Sorge in den ersten Sekunden für eine klare Problemansage, wecke Neugier und mache das Angebot erkennbar. Ausnahmen sind längere Formate wie Podcasts und manche YouTube Nutzungsweisen.

Praktische Schritte zum Testen und Messen

Starte mit einer Analyse und sammle schnelle Daten. Arbeite iterativ und messe nicht nur Reichweite sondern Qualität der Views und die Quellen der Anfragen.

  • Überprüfe Marken Suchvolumen. Wird nach deinem Firmennamen gesucht?
  • Miss wie viele Branded Suchenden auf der Website ankommen und wie viele anfragen.
  • Tracke Besucherfluss und Verweildauer nach Quelle.
  • Teste konzentriert auf einer Plattform und sammel Zielgruppendaten statt Vanity Metrics.
  • Bewerte Views nach Zielgruppentreue. Falsche Reichweite bringt keine Anfragen.

Worauf ich in der Beratung achte

Ich beginne immer mit Kontext und Analyse. Wir schauen bestehende Sichtbarkeit, Marken Suche, Website Inhalte und Conversionpfade an. Dann priorisiere ich Maßnahmen nach Hebelwirkung und Messbarkeit. Dieses Vorgehen reduziert Abhängigkeit von Empfehlungen und schafft planbare Anfragen.

Wenn du möchtest, dass wir deine Webpräsenz gemeinsam anschauen, findest du mich unter omlg.de. Das ist die Kurzadresse zu meinem Angebot für eine Ersteinschätzung.

Mach kleine, messbare Schritte. Fokus auf Strategie, klare Website Inhalte und schnelle Tests bringen dir langfristig mehr Planbarkeit. Dein Freddy

Warum sollte ich zuerst die Strategie klären, bevor ich Kanäle oder Formate auswähle?

Weil Strategie den Zweck, die Zielgruppe und die gewünschten Outcomes definiert. Ohne klares Warum entstehen falsche kurzfristige Entscheidungen oder Nichtstun. Klare Strategie liefert KPIs, Prioritäten und den passenden Mix aus Inhalten und Kanälen, sodass Ressourcen gezielt eingesetzt werden.

Sind unbezahlte Kanäle wirklich kostenlos?

Nein. Unbezahlte Kanäle verursachen reale Kosten durch Mitarbeiterzeit, Produktionsaufwand und Opportunitätskosten. Rechne Stundenlöhne, Abstimmungszeiten und Messaufwand mit ein und vergleiche diese Kosten mit externen Angeboten.

Was sind die drei Phasen der B2B-Kundenreise und welche Ziele haben sie?

1) Marksondierung: Interessenten erkennen ein Problem; Ziel: thematische Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit für das Ergebnis. 2) Eignungsprüfung: Auswahl eines Lösungsansatzes; Ziel: zeigen, dass deine Methode passt. 3) Angebotsprüfung: Anbietervergleich; Ziel: Vertrauen schaffen, Referenzen und Ablauf klar kommunizieren.

Welche Fragen muss meine Website beantworten, damit Anfragen entstehen?

Die Website muss vier Kernfragen klar beantworten: Welcher Wert entsteht für den Kunden? Wie läuft der Ablauf (Schritte/Prozess)? Für wen habt ihr das gemacht und welche Ergebnisse gab es (Referenzen)? In welchem Kontext gelten Preis und Leistung (Dauer, Rahmenbedingungen)? Zusätzlich: klare Call-to-Action und einfache Kontaktwege.

Wie teste ich neue Plattformen schnell und aussagekräftig?

Konzentriere Tests auf eine Plattform, formuliere eine Hypothese, produziere ein Minimal-Content-Experiment und messe innerhalb kurzer Zyklen. Tracke Quellen der Anfragen, Verweildauer und Conversion-Rate statt nur Reichweite. Iteriere basierend auf View-Qualität und echten Leads.

Welche Metriken sind wichtiger als reine Reichweite?

Priorisiere Qualitätsmetriken: Branded Search-Volumen, Conversion-Rate von Besuchern zu Anfragen, Verweildauer und Absprungraten nach Quelle sowie Anteil qualifizierter Leads. Vanity-Metriken wie reine Reichweite/Views sagen nichts über Nachfrage oder Anfragequalität aus.

Wie reduziere ich die Abhängigkeit vom Empfehlungsgeschäft?

Baue planbare Sichtbarkeit auf: definiere Zielgruppen und Outcomes, optimiere die Website für Conversion, sammle und kommuniziere Referenzen, teste Plattformen gezielt und skaliere nur messbare Kanäle. So entstehen wiederkehrende, messbare Anfragen statt unplanbarer Empfehlungen.

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