In dieser Folge bespreche ich, warum Ralph Lauren ein Lehrstück für Luxusmarketing ist und wie sich das von der Herangehensweise einer Sportmarke wie Adidas unterscheidet. Ich zeige, welche Elemente Marken brauchen, um höhere Preise zu rechtfertigen und wie man Produkte an einen erstrebenswerten Lebensstil koppelt.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Luxus entsteht über Zeit und kulturellen Wert nicht nur über Qualität.
- Verkette dein Produkt mit einem erstrebenswerten Lebensstil, nicht nur mit Features.
- Erzähl eine Marke mit Kontextuellem Storytelling statt reiner Produktpräsentation.
- Partnerschaften und kulturelle Einbettung schaffen schwer kopierbare Glaubwürdigkeit.
Ich beobachte Ralph Lauren als Paradebeispiel dafür, wie Luxusmarken ihre Produkte nicht als bloße Objekte verkaufen, sondern als Zugang zu einer Welt. Ralph Lauren verbindet Mode mit Bildern vom Old Money Leben in den Hamptons, Ranchs in Colorado und Skiurlaub in Aspen. Diese Bildwelt erzeugt Erstrebenswertheit und macht den Preis erklärbar.
Was Ralph Lauren besonders macht, ist die kulturelle Verankerung. Die lange Markenhistorie, die Rolle als offizieller Ausstatter von Team USA und die detailreiche Präsentation der Kollektion sorgen für Glaubwürdigkeit. Das ist kein kurzfristiger Viraltrick, das ist gelebte Markenarbeit.
Der Webauftritt von Ralph Lauren zeigt zuerst Atmosphäre und Geschichten. Ein automatisch abspielendes Video im Header, eine Timeline rund um die Olympischen Spiele, Biografien der Athleten und Hinweise auf Produktionspartner sind wichtiger als Preisangaben. Die Produkte tauchen in diesem Kontext auf, sie werden Teil einer Welt.
Adidas präsentiert die Kollektion als Shopunterseite mit Produktaufzählung und Hoverbildern. Das ist funktional und passend für eine Sportmarke. Kritiken an einzelnen Designs zeigen, wie unterschiedlich Publikum und Erwartungen sind. Beide Wege sind legitim, aber sie erzielen unterschiedliche Wirkungen.
Ich erinnere mich an ein Projekt, bei dem wir Golfhandschuhe in Indonesien produzieren ließen. Qualität war auf dem Niveau bekannter Marken, wir haben das Produkt durch unsere persönliche Erfahrung und Tests positioniert und dadurch einen Premiumanspruch vermittelt, ohne Preise eines großen Hauses zu haben. Das zeigt, wie Produktionszugang allein nicht ausreicht. Die Erzählung wer wir sind und wofür das Produkt steht machte den Unterschied.
Wer höhere Preise durchsetzen will, braucht mehr als ein gutes Produkt. Es braucht kulturelle Einbettung, konsistente Bildsprache, Storytelling und Details in der Präsentation. Ralph Lauren lehrt uns, dass Luxus ein gesamtes Erlebnis ist und nicht nur ein Etikett.
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