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15. Januar 2026

#154: Google Ads, aber wenig Anfragen – Eine Lösung

Freddy Braun - mad.Design GmbH

In dieser Folge erkläre ich, warum hohe Google Ads Budgets oft keine Anfragen liefern und wie das eigentliche Problem meist nicht die Anzeigen, sondern die fehlende Vertrauensbasis und mangelnde Differenzierung auf der Zielseite ist.

Das Wichtigste auf einen Blick:


  • Hohe Ausgaben bei Google Ads führen nicht automatisch zu passenden Anfragen, wenn Landingpages keine Glaubwürdigkeit schaffen.
  • Im B2B braucht es mehr Informationen, Persönlichkeit und Nachweise, weil Entscheidungsprozesse länger sind.
  • Zeige deine Expertise konkret mit Geschichten, Fallstudien und echten Personen statt schwammigen Claims.
  • Nutze Anzeigen, um Interessenten auf Inhalte zu führen, die Vertrauen aufbauen, nicht nur auf ein Angebot.

In dieser Folge erzähle ich eine persönliche Geschichte aus meinem Magazinprojekt Golf Time und verknüpfe sie mit meinen Beobachtungen aus dem Agenturalltag bei mad.Design. Du bekommst konkrete Ansatzpunkte, was du an deiner Ads‑Performance und an deinen Zielseiten prüfen musst, damit Klicks wirklich zu passenden Anfragen werden.

Warum hohe Google Ads Ausgaben oft nicht helfen

Viele kommen zu mir mit dem Szenario: Wir geben 6.000 Euro im Monat für Google Ads aus, erhalten aber nur zwei Anfragen. Das führt zu einem gefühlten Preis von 3.000 Euro pro Anfrage und Verwirrung, warum die Anzeigen nicht funktionieren. Meine Erfahrung: Die Anzeigen sind nur der Eintrittspunkt. Die eigentliche Entscheidung fällt auf der Website.

Wenn die Landingpage nur ein kurzes Angebot zeigt, ohne wer dahintersteht, wie der Prozess abläuft oder welche Ergebnisse erreichbar sind, fehlt der Vertrauenshebel. Klicks erreichen eine Tür, hinter der potenzielle Kunden mehr Informationen und echte Gründe erwarten, warum sie mit dir arbeiten sollten.

Meine Erfahrung mit Golf Time und das Prinzip Vertrauen

Früher habe ich für das Magazin Golf Time geschrieben und parallel eine Golf Trainingswebsite aufgebaut. Wir haben durch Gastartikel und Videos Reichweite aufgebaut. Interessanterweise waren es nicht die Produkte, die die Menschen kauften, sondern unsere Persönlichkeit und Praxisnähe.

Wir bekamen E‑Mails von Lesern mit sehr persönlichen Details. Menschen berichteten, wie sie sich durch unsere Inhalte deutlich verbessert haben oder wie wichtig die Tipps für ihr Leben waren. Diese emotionalen Rückmeldungen zeigten mir, dass Expertise und Nähe echte Kaufgründe sind.

Das Gleiche passiert jetzt bei mad.Design. Manche Anfragen enthalten mehrere Seiten an Hintergrund, Budgetangaben und Erwartungen. Diese qualifizierten Kontakte entstehen, weil wir sichtbar machen, wer wir sind und wie wir arbeiten.

Warum B2B anders funktioniert und was das für deine Ads bedeutet

B2B hat lange Sales Cycles und mehrere Entscheidungsträger. Es gibt keine Impulskäufe. Das bedeutet, potenzielle Kunden brauchen mehr Informationen, Beispiele und Vertrauen bevor sie anfragen.

  • Entscheidungen werden von mehreren Personen getroffen, daher müssen unterschiedliche Fragen beantwortet werden.
  • Vertrauen entsteht durch Transparenz über Prozess, Team und Ergebnisse.
  • Persönliche Darstellung ist ein Hebel. Menschen kaufen von Menschen und nicht von anonymen Marken.

Konkrete Elemente die Vertrauen schaffen

  • Fallstudien mit konkreten Zahlen, Zeitrahmen und Ergebnissen.
  • Teamseiten mit Fotos, kurzen Biografien und Aussagen zur Rolle im Projekt.
  • Prozessbeschreibungen: Wie läuft ein Projekt praktisch ab, welche Schritte sind typisch?
  • Echte Testimonials mit Namen, Unternehmen und wenn möglich messbaren Effekten.
  • Hinter den Kulissen Inhalt, z. B. ein kurzes persönliches Audio oder Video des verantwortlichen Ansprechpartners.

Ein kleines Beispiel aus dem Alltag: Ein Entwickler hatte auf seiner Seite einen Button, hinter dem eine Sprachnachricht von ihm abspielbar war. Das war extrem sympathisch und erzeugte sofort Nähe. Solche einfachen Elemente können die Conversion stark verbessern.

Praktische Checkliste zur Verbesserung deiner Ads Performance

  • Audit der Landingpage: Gibt die Seite klare Antworten zu Wer, Warum und Wie? Sind relevante Nachweise sichtbar?
  • Inhalte statt reines Angebot: Teste Ads, die auf einen erklärenden Artikel oder eine Fallstudie führen.
  • Spezifische Aussagen statt allgemeiner Claims. Zeige konkrete Ergebnisse und Anwendungsfälle.
  • Messgrößen definieren: Cost per Lead, Lead Quality, Customer Lifetime Value und Lead to Deal Ratio.
  • Ad Copy und Zielseite synchronisieren: Erwartet die Zielperson auf der Seite das, was die Anzeige verspricht?
  • Mehrstufige Ansprache: Erwärme Interessenten mit Content bevor du sie zu einem Verkaufsformular führst.

Problem Schnelle Lösung
Hoher Ads Spend und sehr wenige Leads Landingpage auf Vertrauenssignale prüfen und spezifische Inhalte liefern
Viele Klicks, aber keine Anfragen Ad Intent prüfen und Anzeigen auf Content statt Direktangebot testen
Leads sind unqualifiziert Formulare anpassen und gezielte Fragen einbauen
Potentielle Kunden verstehen Angebot nicht Prozess und Nutzen konkret erklären und Beispiele zeigen

Kurz zusammengefasst

Ads sind nur der Start. Wenn du möchtest, dass Klicks zu passenden Anfragen werden, dann musst du deine Expertise sichtbar machen, konkrete Belege liefern und die Entscheidungsfragen deiner Zielgruppe beantworten. Persönliche Nähe und Transparenz sind besonders im B2B der entscheidende Hebel.

Wenn du magst, kannst du dir als nächstes mein vertiefendes Video zu Google Ads anschauen, in dem ich das Thema noch detaillierter aufschlüssele.

Warum liefern hohe Google Ads-Budgets oft keine Anfragen?

Weil Anzeigen meist nur der Eintrittspunkt sind. Entscheidungsrelevante Informationen und Vertrauen müssen auf der Landingpage entstehen. Fehlen Persönlichkeit, Nachweise oder eine klare Erklärung von Prozess und Ergebnissen, bringen Klicks keine qualifizierten Anfragen – das Problem liegt häufiger bei Differenzierung und Glaubwürdigkeit als bei der Anzeige selbst.

Welche Landingpage-Elemente schaffen Vertrauen und erhöhen die Conversion?

Konkrete Fallstudien mit Zahlen und Zeitrahmen, Teamseiten mit Fotos und Rollenbeschreibungen, klare Prozessbeschreibungen, echte Testimonials mit Namen und Unternehmen, erklärende Inhalte (Artikel/Videos) statt reiner Angebotsseiten sowie „Hinter den Kulissen“-Elemente (kurzes Audio/Video der Ansprechperson).

Wie unterscheidet sich Google Ads-Performance im B2B vom B2C?

B2B hat längere Sales Cycles, mehrere Entscheider und keine Impulskäufe. Deshalb brauchen B2B-Interessenten mehr Informationen, Nachweise und personalisierte Antworten auf verschiedene Stakeholder-Fragen. Ads müssen daher oft auf erklärenden Content und Lead-Nurturing statt Direktkauf zielen.

Wie teste ich Anzeigen, wenn viele Klicks, aber keine Anfragen kommen?

Prüfe die Intent-Übereinstimmung zwischen Ad Copy und Zielseite, teste Ads, die auf erklärende Inhalte oder Fallstudien führen statt auf ein Direktformular, und vergleiche Conversion- und Bounce-Raten. Synchronisiere Botschaft von Anzeige und Landingpage und nutze mehrstufige Funnels, um Interessenten zu erwärmen.

Welche KPIs sind wichtig, um Ads-Performance und Lead-Qualität zu bewerten?

Wichtige Kennzahlen sind Cost per Lead (CPL), Lead Quality (Qualifizierungsrate), Lead-to-Deal Ratio, Customer Lifetime Value (CLTV), Conversion Rate auf der Landingpage, CTR und Bounce Rate. Messgrößen sollten Kosten und tatsächlichen Geschäftsnutzen verbinden, nicht nur Klickvolumina.

Wie kannst du die Lead-Qualität konkret verbessern?

Passe Formulare mit gezielten Qualifikationsfragen (z. B. Budget, Zeitrahmen, Rolle), nutze progressive Profiling, setze Lead-Scoring und segmentiere Traffic nach Suchintention. Richte Keywords und Anzeigen so aus, dass sie passende Bedürfnisse adressieren statt generische Klicks zu erzeugen.

Welche schnellen Maßnahmen bringen sofort mehr Vertrauen auf der Zielseite?

Schnelle Hebel sind: Teamfotos und kurze Biografien, sichtbare Fallstudien-Snippets mit Ergebnissen, echte Kundenstimmen mit Namen und Firma, kurzes Kontakt-Video oder Audio der Ansprechperson, klare Prozess- und Nutzen-Abschnitte sowie sichtbare Leistungsnachweise (Zahlen, Logos, Zertifikate).

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