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15. April 2021

#7: Was Du als Online Marketer zum Thema Konkurrenz wissen musst

Freddy Braun - mad.Design GmbH
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Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Konkurrenz ist ein Indikator für Nachfrage und damit oft ein gutes Zeichen für deinen Markt.
  • Wichtig ist nicht das Kopieren, sondern die Differenzierung durch eigene Perspektive und bessere Ausführung.
  • Ein Mix aus bekannten Elementen und einer neuen Herangehensweise ist realistisch und sinnvoll.
  • Praktische Übung: Erstelle eine Liste mit 3 bis 5 Konkurrenten und analysiere Kanäle, Produkte und Chancen zur Differenzierung.

In dieser Folge spreche ich über Konkurrenz: warum sie weder nur positiv noch nur negativ ist, wie du Wettbewerber richtig analysierst und wie du dich gezielt abhebst. Ich gebe eine konkrete Übung an die Hand, mit der du Marktnachfrage prüfst und Differenzierungsansätze entwickelst.

Warum Konkurrenz kein Todesurteil ist

Viele Gründer fragen sich, ob es sich noch lohnt, ein Produkt zu starten, wenn es bereits Anbieter im Markt gibt. Meine Perspektive: Konkurrenz bedeutet nicht, dass niemand mehr Platz für dich ist. Anders als im Sport ist Geschäft kein Nullsummenspiel. Wenn du mit deinem Angebot gewinnst, heißt das nicht zwangsläufig, dass andere verlieren.

Konkurrenz als Marktzeichen

Existierende Wettbewerber zeigen, dass es eine Nachfrage gibt. Wenn mehrere Firmen ähnliche Leistungen anbieten, ist das meist ein Zeichen dafür, dass der Markt funktioniert und Kunden vorhanden sind. Das reduziert das Risiko, in ein Produkt ohne Bedarf zu investieren.

Gefahr des Eins zu Eins Kopierens

Problematisch wird Konkurrenz, wenn du versuchst, andere 1:1 nachzumachen. Wer kopiert, liefert selten ein eigenes Wertangebot und bleibt damit unsichtbar. Typische Folgen sind niedrige Marge, schlechtere Wahrnehmung und fehlende Kundenbindung.

  • Du hebst dich nicht ab und wirkst beliebig.
  • Preiswettbewerb wird wahrscheinlich, weil es kein klares Unterscheidungsmerkmal gibt.
  • Kunden finden keinen Grund, gerade bei dir zu kaufen.

Wie du dich sinnvoll differenzierst

Die beste Strategie ist eine Mischung: nutze bestehende Markterkenntnisse, kombiniere bekannte Ansätze mit deiner eigenen Perspektive und fokussiere dich auf bessere Ausführung. Differenzierung kann durch Positionierung, Zielgruppenausrichtung, Produktformat, Servicequalität oder Markenstimme kommen.

  • Finde deine spezifische Perspektive und Zielgruppe.
  • Verbessere die Nutzererfahrung oder den Kundenservice gegenüber Wettbewerbern.
  • Verpacke ein bekanntes Geschäftsmodell neu und deutlich sichtbar.
  • Setze auf konsequente, qualitativ bessere Ausführung statt auf radikale Neuerfindung.

Konkrete Übung Konkurrentenliste

Ich schlage eine einfache, sofort umsetzbare Übung vor. Du brauchst nur Papier und Stift oder dein bevorzugtes Textprogramm.

  • Schreibe drei bis fünf direkte Konkurrenten auf.
  • Notiere zu jedem: Firmenname, Webseite, Social Media Accounts, Produkte oder Dienstleistungen.
  • Beantworte zu jedem Konkurrenten kurz: Was gefällt mir? Was nicht? Was würde ich anders machen?
  • Ziehe daraus konkrete Ideen: Nische, bessere Positionierung, anderes Pricing, neues Produktformat, besserer Content oder Service.

Mehr zu meiner Agentur findest du auf maddesign.media.

Kurz zusammengefasst und nächste Schritte

Konkurrenz ist ein wichtiges Signal für Marktrelevanz. Nutze Wettbewerberanalyse nicht, um dich entmutigen zu lassen, sondern um Chancen zur Differenzierung zu finden. Starte heute mit der Konkurrentenliste, identifiziere 1–2 konkrete Punkte, die du besser oder anders machen wirst, und fokussiere die Umsetzung.

Warum ist Konkurrenz ein Indikator für Marktnachfrage?

Existierende Wettbewerber zeigen, dass Kunden für ein Angebot bezahlen oder Interesse haben. Mehr Anbieter bedeuten meist funktionierende Nachfrage, niedrigeren Validierungsaufwand und geringeres Risiko, in einen nicht existenten Markt zu investieren.

Macht es Sinn, ein Produkt trotzdem zu starten, wenn der Markt bereits besetzt ist?

Ja. Markt ist selten Nullsummenspiel; du kannst neben bestehenden Anbietern Erfolg haben, wenn du dich klar unterscheidest oder besser ausführst. Entscheidend sind Positionierung, Zielgruppe, Format und Ausführungsqualität, nicht allein die Neuheit des Geschäftsmodells.

Was sind häufige Fehler bei der Konkurrenzanalyse?

Typische Fehler: 1) Eins-zu-eins-Kopieren statt eigener Perspektive, 2) Fokus nur auf Preis statt auf Wert, 3) Ignorieren von Nutzererfahrung und Service, 4) keine konkreten Differenzierungsmaßnahmen aus der Analyse abzuleiten.

Wie kann ich mich sinnvoll von Wettbewerbern differenzieren?

Nutze Hebel wie klare Positionierung, spezifische Zielgruppenausrichtung, anderes Produktformat oder Pricing, bessere Nutzererfahrung und überlegenen Kundenservice. Oft reicht bessere Ausführung und eine klar kommunizierte Unique Value Proposition (USP).

Wie erstelle ich schnell eine nützliche Konkurrentenliste?

Notiere 3–5 direkte Konkurrenten mit Firmenname, Webseite und Social-Accounts. Analysiere zu jedem: Produkte, Kanäle, was gut/schlecht läuft und wie du es anders machen würdest. Leite daraus 1–2 konkrete Differenzierungsideen ab.

Woran erkenne ich in der Konkurrenzanalyse Chancen zur Marktvalidierung?

Achte auf sichtbare Signale wie aktive Kundenkommunikation, Produkte mit klaren Formaten, Social-Proof (Reviews, Follower) und Lücken in Angebot oder Service. Diese Lücken sind Ansatzpunkte für Nischen, bessere Positionierung oder neues Produktformat.

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