Das wichtigste auf einen Blick:
- Erfahrung und Spezialisierung sind entscheidend für erfolgreiche Freelance-Projekte – Unternehmen schätzen Qualität, Motivation und kulturelle Passung.
- Ein starkes Netzwerk und gezielte Weiterbildung sichern langfristigen Erfolg als Freelancer.
- Generalist oder Spezialist – beide Wege sind möglich, entscheidend ist klare Positionierung und ehrliche Selbsteinschätzung.
- Dygitized setzt auf einen Boutique-Ansatz: persönliches Onboarding, fachlich fundierte Briefings und passgenaues Matching.
- Kommunikation, Verbindlichkeit und Referenzen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für wiederkehrende Aufträge deutlich.
In dieser Folge spreche ich mit Bastian Deurer über seinen Weg als Freelancer, die Gründung von Dygitized und was Unternehmen wirklich an Freelancern schätzen. Wir beleuchten die Unterschiede zwischen Generalisten und Spezialisten, geben Einblicke in erfolgreiche Zusammenarbeit und teilen konkrete Tipps für Positionierung, Akquise und Weiterbildung.
Bastian erzählt von seinem ersten großen Projekt bei Wirecard, das fast ein Jahr dauerte. Er war dort im Projektmanagement für ein NFC-Zahlungsarmband tätig, das Zahlungen und Zugangskontrollen ermöglichte. Die Arbeit im Innovation Lab brachte nicht nur spannende technische Einblicke, sondern auch wertvolle Kontakte, von denen er bis heute profitiert.
Aus Bastians Sicht ist Berufserfahrung für Freelancer enorm wichtig – nicht zwingend in einer bestimmten Branche, aber im Verständnis von Prozessen, Organisationen und fachlichen Anforderungen. Unternehmen erwarten Kompetenz, die sich aus praktischen Erfahrungen ableitet, egal ob aus Agentur, Mittelstand oder Content Creation.
Bastian betont, dass beide Ansätze funktionieren. Spezialisten punkten in hochspezifischen, technischen Themen. Generalisten sind gefragt, wenn Kunden jemanden suchen, der mehrere Disziplinen abdecken kann und Koordinationsaufwand reduziert. Wichtig ist, die eigenen Grenzen zu kennen und spezialisierte Kollegen ins Boot zu holen, wenn es nötig ist.
Dygitized entstand aus einer Konferenz heraus, die Unternehmen und Freelancer vernetzen sollte. Aus wiederholten Anfragen entwickelte sich das Geschäftsmodell: gezieltes Matching von Unternehmen und Freelancern. Der Boutique-Ansatz umfasst persönliches Onboarding, fachlich fundierte Briefings und ein Matching, das fachliche und kulturelle Passung sicherstellt. Mehr Infos: dygitized.de
Die Akquise erfolgt aktuell vor allem über Active Sourcing und persönliches Netzwerk. Eine optimierte Website mit Landingpages und Funnels ist im Aufbau. Qualitätssicherung steht im Vordergrund – nicht jeder Freelancer wird aufgenommen, sondern nur, wer den fachlichen und qualitativen Standards entspricht.
Optimal sind drei bis vier Tage Projektarbeit, ein Tag Weiterbildung und Raum für Networking und Akquise. Weiterbildung sollte strukturiert und hochwertig sein – z. B. über Zertifizierungen, Fachkurse oder gezielte Online-Lernplattformen. Eigene Website und SEO sind weiterhin wirksame Akquiseinstrumente.
Bastian sieht ChatGPT als nützliches Assistenzwerkzeug, das gute Startpunkte liefert, aber immer menschliche Kontextanpassung erfordert. Für Qualität und Relevanz bleibt die Expertise des Freelancers entscheidend.
Gerade Selbstständige müssen bewusst Pausen einplanen. Feste Grenzen für E-Mails und Arbeitszeiten helfen, ebenso der Austausch mit Menschen außerhalb der eigenen Branche. Sport wie Basketball oder Kitesurfen bietet für Bastian einen wichtigen Ausgleich.
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